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Geschichten für Paare

Geschichten und Zitate können die Fantasie und damit alle Sinne anregen.

Geschichten sind wie Bildersprache. Das Unbewusste (Lumly) versteht die Bildersprache sehr gut.

Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht  behalten.
Lass es mich tun, und ich werde es können.
“ Konfuzius

Aus Geschichten können wir lernen.

Geschichten regen zum Nachdenken an. Wir können neue Aspekte in Geschichten entdecken. Wikipedia

Liebe Paare, werdet Leser von Gedichten und Geschichten in eurer gemeinsamen Freizeit! Poesie ist die Sprache des Herzen, der Liebe. Wer von euch kennt liebe Gedichte?

Welches Thema interessiert euch? Mal über Liebe und Romantik, mal einfach Märchen hören? Kurzgeschichten erzählen?

Geschichten

Suche und gestalte gemeinsame Zeit mit dem Lesen und Erzählen von Geschichten

Höfflichkeit-Geschichten für Paare

Geschichten: 50 Jahre Höflichkeit

„Es gibt Menschen, die einem kleine Höflichkeiten aufdrängen, um
nachher große Gegendienste verlangen zu können.“
August Strindberg

Geschichte eines älteren Ehepaares, das nach langen Ehejahren das Fest der Goldenen Hochzeit  feierte.

Beim gemeinsamen Frühstück dachte die Frau: „Seit 50 Jahren habe ich immer auf meinen Mann Rücksicht genommen und ihm immer das knusprige Oberteil des Brötchens gegeben. Heute will ich mir endlich diese Delikatesse gönnen.“ Sie schmierte sich das Oberteil des Brötchens und gab das andere Teil ihrem Mann.

Entgegen ihrer Erwartung war dieser hocherfreut, küsste ihre Hand und sagte: „Mein Liebling, du bereitest mir die größte Freude des Tages. Über 50 Jahre habe ich das Brötchen-Unterteil nicht mehr gegessen, das ich am allerliebsten mag. Ich dachte mir immer, du solltest es haben, weil es dir so gut schmeckt.“

Von Nossrat Peseschkian (Gründer der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychotherapie e.V.) 
Geschichte: 50 Jahre Höflichkeit.PDF

Geschichten für Paare

Die Kraft der Wärme

„Die wirkungsvollste Energiequelle unseres Lebens ist
und bleibt die menschliche Wärme.“  Ernst Ferstl

Einst stritten sich Sonne und Wind: wer von ihnen beiden der Stärkere sei? und man ward einig: derjenige solle dafür gelten, der einen Wanderer, den sie eben vor sich sahen, am ersten nötigen würde, seinen Mantel abzulegen.

Sogleich begann der Wind zu stürmen; Regen und Hagelschauer unterstützten ihn. Der arme Wanderer jammerte und zagte; aber immer fester und fester wickelte er sich in seinen Mantel ein, und setzte seinen Weg fort, so gut er konnte.

Jetzt kam die Reihe an die Sonne. Senkrecht und kraftvoll ließ sie ihre Strahlen herabfallen.

Himmel und Erde wurden heiter; die Lüfte erwärmten sich.

Der Wanderer vermochte nicht länger den Mantel auf seinen Schultern zu erdulden. Er warf ihn ab und erquickte sich im Schatten eines Baumes, indes die Sonne sich ihres Sieges erfreute. Zehnmal sicherer wirken Milde und Freundlichkeit, als Ungestüm und Strenge.

Von August Meißners sämtliche Werke, Sechster Band: Fabeln, Fünftes Buch, 28. Fabel, S. 212–213. Wien, 1813
Die Kraft der Wärme.PDF

Geschichten für Paare

Eine persische Geschichte: Die perfekte Frau

„Nur einmal vorgestellt, es gäbe Menschen, die perfekt wären:
Ich glaube nicht, dass Menschen Menschen lieben könnten, die perfekt sind.“
Wolfgang J. Reus

Ein Schüler fragte Nasrudin eines Tages, warum er nie geheiratet habe.

„Ach“, antwortete Nasrudin, „ich hatte mir vorgenommen, nur dann zu heiraten, wenn ich die perfekte Frau gefunden habe. So suchte ich lange Jahre und begegnete vielen Frauen, die nett und schön und intelligent waren. Aber keine davon perfekt.“

Nach einer kleinen Pause fuhr er fort: „Eines Tages sah ich sie. Ich wusste sofort, dass sie in jeder Hinsicht perfekt war. Und als ich sie dann kennen lernte, stellte sich heraus, dass sie tatsächlich in jeder Hinsicht ein makelloses Juwel war.“

„Und warum hast du sie dann nicht geheiratet?“, fragte der Schüler.

Nasrudin seufzte tief: „Das Problem war, dass sie den perfekten Mann suchte.“

(persische Lebensweisheit)
Die.perfekte.Frau.PDF

Nähe und Distanz-Geschichte

Geschichten: Nähe und Distanz

„Wir standen uns so nah, dass es zwischen uns keinen Platz mehr gab für Gefühle.“
Stanislaw Jerzy Lec

Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich, an einem kalten Wintertage, recht nahe zusammen, um durch die gegenseitige Wärme sich vor dem Erfrieren zu schützen.

Jedoch bald empfanden sie die Gegenseiten Stacheln; welches sie dann wieder voneinander entfernte.

Wenn nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite Übel; so dass sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.

A. Schopenhauer – Geschichten
Nähe und Distanz.PDF

Selbstliebe

Geschichten für Paare

Geschichten: Das Herz fühlt, der Verstand denkt!

 „Beherzige deine Gedanken  und köpfe nicht deine Gefühle.“
Nossrat Peseschkian

Eines Tages machte sich der Verstand auf, das Herz zu besuchen. Er wollte mit dem Herz dringend etwas klären.

Er durchdrang einige ihm unwirklich und unsinnig erscheinende Welten, um zum Herz zu gelangen. Als er das Herz erreichte, staunte er, denn so groß hatte er es sich nicht vorgestellt.

Freundlich begrüßte er das Herz und sprach:

Du, Herz, ich weiß, dass du mich schon seit langer Zeit immer mehr ablehnst. Weißt du denn nicht, dass ich immer nur das denke, was ich für richtig halte? Ich will doch nicht gegen dich kämpfen. Ich weiß, ich muss mit dir auskommen, ob das nun so vernünftig ist, oder nicht. Was bleibt uns anderes übrig.“

Das Herz lächelte und erwiderte darauf: „Beherzige deine Gedanken  und köpfe nicht deine Gefühle.“

Du, Verstand, ich fühle, dass auch du mich seit langer Zeit immer mehr ablehnst. Fühlst du denn nicht, dass ich immer nur das empfinde, was ich für richtig halte? Und kämpfen kann ich gar nicht. Ich kann nur lieben, leiden, zulassen, oder loslassen. Doch das alles hat die gleiche Kraft wie du, wenn du kämpfst.

Aber Herz, denk doch mal nach, wie viele Schmerzen du erleidest, weil du ohne mich gar nicht weißt, wo die Gefahren lauern!

Das Herz:

Du magst manchmal Recht haben. Aber ich kann nicht denken noch wissen. Ich kann nur fühlen. Spürst du denn nicht, wie viel Freude dir entgangen wäre, wenn ich mich nicht hingegeben und vertraut hätte?

Nun ja. Ich muss zugeben, das klingt einleuchtend. Aber ich kann nicht fühlen und spüren, deshalb verwirrt es mich auch immer wieder, durch welche Welten du mich schickst. Ständig ziehst du mich hinauf oder hinunter. Mir wird dann ganz schwindelig. Ich kann dieses für mich unsinnige Drunter -und – Drüber einfach nicht verstehen, darum fange ich an gegen dich zu kämpfen.

Ich bin nun mal ein Herz. Was meinst du denn, wie es für mich ist, wenn ich randvoll bin mit Liebe und du stößt mir ständig deine Ellenbogen in die Seite und sagst, pass auf, das kann schief gehen. Oder ich fühle Trauer, die ich bewältigen muss, doch du verlangst von mir, diese in mir zu begraben und mich zusammenzureißen.

Wenn du mich ständig dazu zwingen willst, meine Gefühle zu verdrängen, sind sie nicht verschwunden, nur für dich nicht mehr sichtbar. Ich trage sie wie eine schwere Last mit mir herum.

Das ist nicht gut“ sagte der Verstand, das weiß sogar ich. – Ich hab es gelesen. Wir sind so gegensätzlich. Es muss doch aber einen Sinn haben, dass wir gezwungen sind mit einander auszukommen.

Das hat es auch, sagte das Herz, ich fühle, dass gerade diese Gegensätze nicht dazu da sind, dass wir einander kleiner machen, sondern uns gegenseitig bereichern. Ich werde in Zukunft versuchen zu spüren, wenn du mich warnen willst, und den Weg zu empfinden, den du mir zeigst. Mehr kann ich nicht für uns beide tun, denn ich werde immer ein Herz sein und auf mein Gefühl hören.

Das ist schon sehr viel sprach der Verstand anerkennend, dann will ich nicht mehr mit Ellenbogen gegen dich vorgehen, sondern dich mit meinem Rat begleiten.

Das Herz fühlt und der Verstand denkt auch weiterhin, aber sie waren sich ihrer einzigartigen Aufgabe bewusst und konnten viele Abschnitte des Weges friedlich nebeneinander gehen.

Diese schöne Geschichte ist von Nicole Schrader
Das Herz fühlt und der Verstand denkt.PDF

die wahre Liebe - Geschichte

Geschichten: Der wahre Liebe

„Hast du einen Menschen gern, so musst du ihn versteh’n.
Musst nicht immer hier und da, seine Fehler seh’n.
Schau mit Liebe und Verzeih‘, denn am Ende bist du selbst nicht fehlerfrei.“
Goethe

Einst verliebte sich ein Frosch in eine Maus und auch die Maus fand an dem Frosch Gefallen und erwiderte seine Liebe.

Beide hatten sehr verschiedene Arten zu leben und hatten sich viel zu erzählen. Des Abends wenn sie zusammen saßen, erzählte der Frosch von seinem tiefen Teich und all den Dingen, die es darin zu sehen und zu finden gab. Er erzählte von den Fischen und dem alten Seehecht(Fischfresser, Räuber), der auf dem Grund des Teiches lebte und all den Gefahren, die er schon durchgestanden hatte.

Die Maus liebte diese Geschichten und fand sie faszinierend und spannend. Sie konnte ihm einfach stundenlang zuhören. Sie erzählte ihrerseits davon, wie man gefräßigen Katzen entkommt, wie man Vorräte für den Winter zusammensammelt, und wie man tiefe Gänge in die Erde gräbt, und dass es gut ist, immer einen zusätzlichen Gang zu graben, falls der Hauptgang einmal verschüttet ist, oder gerade ein bedrohlicher Feind davor wartet. Manchmal ist es einfach gut, wenn man durch einen Hinterausgang verschwinden kann.

Wie sie so erzählten, kam der Frosch auf den Gedanken, die Maus könne ihm einmal durch den Hinterausgang entschwinden, und da er sie doch so sehr liebte, begann er zunehmend unruhiger zu werden. Dies merkte die Maus und fragte den Frosch, was ihn beunruhige. Der Frosch mochte nicht so recht erklären, was ihn so unruhig machte und sprach schließlich:

Weißt Du, manchmal bekomme ich Angst, wir könnten uns verlieren, und ich liebe Dich doch so!

Ach“ diese Angst habe ich auch manchmal,“ sprach da die Maus, denn sie fürchtete, der Frosch könne ihr irgendwann entspringen und auf nimmer Wiedersehen in den tiefen Teich abtauchen.

Aber wir könnten doch unsere Hände zusammenbinden, dann könnten wir uns nie verlieren, sprach der Frosch und der Maus war es nur recht, und so banden sie ihre Hände zusammen, die Maus die rechte und der Frosch die linke. Nun fühlten sie sich schon wesentlich sicherer.

Nur zusammen zu gehen, machte nun einige Probleme. So wollte der Frosch oft hüpfen und hatte Schwierigkeiten mit den kleinen Schritten der Maus, die ihrerseits durch den unregelmäßigen Gang des Frosches immer wieder aus ihrem Rhythmus kam und ins Stolpern geriet.

Auch konnte die Maus nicht mehr in ihre Gänge schlüpfen, denn der Frosch war zu ungelenk, um sich durch die schmalen Gänge zu zwängen und war es ihm doch einmal gelungen, so stieß er fortwährend mit seinem Kopf an, da er das Hüpfen einfach nicht lassen konnte.

Die Maus hielt das Hüpfen für eine schlechte Angewohnheit und meinte, dass es dem Frosch schon gelingen könne, anständig zu laufen. Er müsse nur ernsthaft den Willen haben, das Hüpfen aufzugeben.

Denn wo ein Wille sei, da sei auch ein Weg.

Und sie erzählte ihm, wie schwer es manchmal gewesen sei, sich durch harten Boden einen Gang zu graben und dass man, wenn man nur will, mit den scharfen Mausezähnen, die härtesten Dinge durchknabbern kann, und der Frosch versprach es wirklich ernsthaft zu versuchen.

Ja, sprach die Maus, es ist wirklich schwierig in der Liebe, doch wenn man sich wirklich liebt, arbeitet man aneinander und versucht dem anderen zu helfen, damit er sich weiterentwickeln und seine schlechten Eigenschaften abstreifen kann.

Der Frosch wiederum versuchte die Maus zu überzeugen, dass es ein Genuss sei, mit einem hohen Bogen in den Teich zu springen und durch die tiefen Fluten hinab zum Grund zu tauchen, um dort in alte weggeworfene Lederstiefel zu schlüpfen und die Fische an sich vorbeischwimmen zu lassen.

Doch die Maus hatte Angst vor dem Wasser. Der Frosch aber war der Ansicht: Wenn man nur wirklich bereit sei, die Angst zu überwinden, würde es schon klappen, denn aller Anfang sei schwer. Doch die Maus war nicht bereit, ihre Angst zu überwinden.

Dies alles tat ihrer Liebe jedoch keinen Abbruch, und sie liebten sich weiterhin inniglich.

Nach einer Weile sprach jedoch die Maus: Weißt Du, ich kann Deine rechte Hand nicht sehen. Und in der Liebe sollte man sich doch alles sagen und ganz offen zueinander sein, und da sei es doch nicht in Ordnung, wenn man bestimmte Dinge voreinander versteckt.

Der Frosch fand dies auch, denn in der Liebe möchte man an allem teilhaben und alles, alles wissen, was der andere tut. Und so banden sie die anderen Hände auch noch zusammen. Das Gehen wurde natürlich noch beschwerlicher, aber wo wahre Liebe ist, erträgt man jegliche Unannehmlichkeiten, denn jede Schwierigkeit schmiedet einen nur fester zusammen.

Das Leben wurde ein wenig eintöniger, denn der Frosch konnte nicht mehr von seinen neuen Erlebnissen im See erzählen und die Maus wusste auch nichts Neues zu berichten, da sie nun alles zusammen machten. So erzählte der Frosch von früheren Zeiten, wo er noch im See umhergeschwommen ist, doch nach einer Weile kannte die Maus alle Geschichten und wurde zunehmend ungehalten, wenn der Frosch schon wieder mit seinen alten Seeerlebnissen anfing.

Doch auch die Maus konnte nur noch von Dingen berichten, die sie früher erlebt hatte, und meist kannte der Frosch die Geschichte schon und hörte gar nicht mehr richtig zu.

Nie hörst du mir zu, du beachtest mich überhaupt nicht mehr,

… beschwerte sich die Maus, denn wenn man sich wirklich liebt, schenkt man dem anderen alle Aufmerksamkeit.

Ach, sprach der Frosch, es liegt wohl daran, dass ich in der letzten Zeit so müde bin, es ist bestimmt das Wetter, es hat wirklich nichts mit Dir zu tun.

Doch die Maus meinte: Wenn man jemanden wirklich liebt, hört man ihm auch zu, wenn man müde ist. Obwohl sie sich nichts mehr zu erzählen hatten, liebten sie sich immer noch und die Maus meinte, dass wahre Liebe ist, wenn man zusammen schweigen kann und sich Verliebte auch ohne Worte verstehen, und der Frosch fügte hinzu: Gerade ohne Worte, denn Reden ist Silber und Schweigen ist Gold.

Doch bei aller Liebe und allem Bemühen wollte dem Frosch der gleichmäßige Gang nicht gelingen, und wer sich wirklich liebt, macht doch alles gemeinsam.

Und da die Maus nicht aufhören wollte, das beständige Gehüpfe des Frosches zu bemängeln, denn sie wollte nur das Beste für den Frosch, und er andererseits ihr es doch wirklich recht machen wollte, denn wenn man jemanden liebt, möchte man dem anderen jeden Gefallen tun, kam der Frosch auf die Idee:

Wir könnten, doch auch eins unserer Beine zusammenbinden, dann können wir noch besser alles zusammen machen: Ist es in der Liebe nicht so, dass man alles gemeinsam tun will?

Gesagt getan und wie der Frosch es im Geheimen vermutet hatte, hatte es nun mit dem Hüpfen ein Ende. Zwar kamen beide nun nur noch unter großen Mühen und sehr langsam voran, aber sie wussten nun, dass sie richtig zusammengehörten und was ist schöner in der Liebe, als zu wissen, dass man wirklich zusammengehört.

Lass uns das andere Bein auch noch zusammenbinden sprach da die Maus.

Meinst Du wirklich wir sollten das tun?“ fragte der Frosch, denn er war nicht mehr sicher, dass sie das Richtige taten.

Du liebst mich doch? fragte die Maus. Ja, ja natürlich sagte der Frosch und sie banden die anderen Beine auch noch zusammen, und was ist schöner an der Liebe, als wenn man unzertrennlich ist. Aber das war nicht gut, denn nun konnten sie sich gar nicht mehr bewegen. So verharrten sie starr und unbeweglich, und auch ihre heiße Liebe schien, allmählich abzukühlen. Ja sie führten ein wahrhaft erbärmliches Leben.

Verfasser dieser Geschichte ist unbekannt.

als ich begann - Selbstliebe

Geschichten: Als ich mich lieben lernte

„Eigenliebe ist der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft.“
Oscar Wilde

Selbstliebe

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und das alles was geschieht, richtig ist

– von da konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich, dass nennt sich VERTRAUEN.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnung für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.

Heute weiß ich, dass nennt man AUTHENTISCH-SEIN“.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt
ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste,
dass weder die Zeit reif, noch der Mensch dazu bereit war, und auch wenn ich selbst
dieser Mensch war.

Heute weiß ich, dass nennt man SELBSTACHTUNG“.

Als ich mich selbst wirklich zu lieben begann,
habe ich aufgehört mich nach einem anderen Leben zu sehnen,
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.

Heute weiß ich, dass nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst wirklich zu lieben begann,
habe ich aufgehört mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte
für die Zukunft zu entwerfen,.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet
was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.

Heute weiß ich, dass nennt man EHRLICHKEIT“.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „GESUNDEN EGOISMUS“

Aber heute weiß ich. Das ist SELBSTLIEBE“.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen
so habe ich mich weniger geirrt.

Heute habe ich erkannt, das nennt man EINFACH-SEIN“.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen,
jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick wo ALLES stattfindet.

So lebe ich heute jeden Tag und nenne es „VOLLKOMMENHEIT“.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann,
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner

Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich, DAS IST DAS LEBEN!“

Charlie Chaplin (an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959)

„Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.“ Goethe

Als ich mich lieben lernte.PDF

Beziehung-Selbstliebe

Geschichten: Ich bin ich

„Wer sich zu oft in Frage stellt, findet mit der Zeit nur noch schwer eine Antwort
auf die Frage nach dem Sinn des Da-Seins.“ Ernst Ferstl

Auf der ganzen Welt gibt es niemanden wie mich.
Es gibt Menschen, die mir in vielem gleichen,
aber niemand gleicht mir aufs Haar.
Deshalb ist alles, was von mir kommt, mein Eigenes,
weil ich mich dazu entschlossen habe.

Alles, was mit mir zu tun hat, gehört zu mir.

Mein Körper, mit allem was er tut,
mein Kopf, mit allen Gedanken und Ideen,
meine Augen, mit allen Bildern, die sie erblicken,
meine Gefühle, gleich welcher Art –
Ärger, Freude, Frustration, Liebe, Enttäuschung, Begeisterung.
Mein Mund und alle Worte, die aus ihm kommen,
höflich, lieb oder schroff, richtig oder falsch.
Meine Stimme, laut oder leise,
und alles, was ich mir selbst oder anderen tue.

Mir gehören meine Phantasien,

meine Träume, meine Hoffnungen, meine Befürchtungen,
mir gehören all meine Siege und Erfolge
und all meine Niederlagen und Fehler.
Weil ich mir ganz gehöre, kann ich mich näher mit mir vertraut machen.
Dadurch kann ich mich lieben
und alles, was zu mir gehört, freundlich betrachten.
Damit ist es mir möglich, mich voll zu entfalten.

Ich weiß, dass es einiges an mir gibt,

das mich verwirrt, und manches, das ich noch gar nicht kenne.
Aber solange ich freundlich und liebevoll mit mir umgehe,
kann ich mutig und hoffnungsvoll
nach Lösungen für Unklarheiten schauen
und Wege suchen, mehr über mich selbst zu erfahren.
Wie auch immer ich aussehe und mich anhöre,
was ich sage und tue, was ich denke und fühle, immer bin ich es.
Es hat seine Berechtigung, weil es ein Ausdruck dessen ist,
wie es mir im Moment gerade geht.

Wenn ich später zurückschaue,

wie ich ausgesehen und mich angehört habe,
was ich gesagt und getan habe, wie ich gedacht und gefühlt habe,
kann es sein, dass sich einiges davon als unpassend herausstellt.
Ich kann das, was unpassend ist, ablegen
und das, was sich als passend erwiesen hat, beibehalten
und etwas Neues erfinden für das, was ich abgelegt habe.

Ich kann sehen, hören, fühlen, denken, sprechen und handeln.

Ich besitze die Werkzeuge, die ich zum Überleben
brauche, mit denen ich Nähe zu anderen herstellen
und mich schöpferisch ausdrücken kann,
und die mir helfen, einen Sinn und eine Ordnung
in der Welt der Menschen und der Dinge
um mich herum zu finden.

Ich gehöre mir und deshalb kann ich aus mir etwas machen.
Ich bin ich und so, wie ich bin, bin ich ganz in Ordnung.

Virginia Satir, die amerkanische Familientherapeutin