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Führe dein Selbst – Selbstmanagement Teil 2

Im „Führe dein Selbst Teil 2“ geht es um die Selbstregulation.

Führe dein Selbst oder Selbststeuerung nach der „PSI-Theorie“ von Prof. Dr. Julius Kuhl.

Führe

 

Nach der PSI-Theorie sind Selbststeuerungs-Kompetenzen die sogenannten Zweitreaktionen. Diese Kompetenzen helfen uns, schwierigen Situationen nicht einfach ausgeliefert zu sein. Wir können diese selbst beeinflussen. Die gute Nachricht: Wir können diese Kompetenzen wie Muskel trainieren und nutzen – Ziele entwickeln, die unseren Bedürfnissen entsprechen und diese auch gegen innere und äußere Widerstände umsetzen.

Uns steht nichts mehr im Weg, der zu werden, wer wir sein wollen, wenn wir ganz genau wissen, wo wir hin wollen und die Ursachen der Schwierigkeiten auf dem Weg dahin kennen. Wir haben die Fähigkeit, diese erkannten Hindernisse aus dem Weg zu räumen (hinderliche Verhaltensmuster), oder wir können sie trainieren. Ich bin davon überzeugt, dass unser selbstbestimmter Wille unser Wegbegleiter ist . Dein Lumly

Nun zur Selbststeuerung und den dazugehörigen Komponenten

Anhand eines Test-Ergebnis-Beispiels von einer Klientin betrachten wir das Selbststeuerungsinventar (SSI). Es geht um die Selbstmanagement-, Handlung- oder Selbstmanagement-Kompetenzen (Volition, Willenskraft)

Wir zerlegen Selbststeuerung in vier Formen:

Führe Schweinehund

  1. Selbstregulation (Selbstwahrnehmung & Selbstverwirklichung)
  2. Selbstkontrolle
  3. Willensbahnung (versus Willenshemmung)
  4. Selbst-Zugang (versus Selbsthemmung)

Die Selbstregulation ist die Fähigkeit, eigene Bedürfnisse und Werte wahrzunehmen, und dann im nächsten Schritt Ziele in Übereinstimmung mit eigenen Bedürfnissen, Überzeugungen und Werten zu bilden.

Mit der Fähigkeit der Selbstregulation entscheiden wir uns selbstbestimmt und frei für Ziele, die unsere persönlichen Weiterentwicklung fördern – ohne Zwang oder Druck – Wir haben dabei einen starken Willen und sind motiviert, unsere Ziele zu erreichen, wenn diese unseren Bedürfnissen und Werten entsprechen. Wir stehen voll dahinter und können uns damit identifizieren.

Zur Selbstregulation gehören:

  1. Selbstbestimmung,
  2. Selbstmotivierung
  3. Selbstberuhigung

1. Selbstbestimmung:

Die Klientin kam zu mir wegen Depression. Ich nenne sie Vera.

Beim Auswertungsgespräch ihrer Test-Ergebnisse wunderte sich Vera über den niedrigen Wert ihrer Selbstbestimmung (ca. 28): „Wie denn das? Ich mache schon das, was ich will. Dachte ich jedenfalls!“

Die Grafik zeigt hohe Werte bei Druck und Belastung. Das bedeutet, dass Vera in ihrer momentanen Lebenslage großen Stress erlebt. Das veranlasst, dass sie keinen Zugang mehr zu ihrem Selbst, zu ihren Lebenserfahrungen, Bedürfnissen und Fähigkeiten hat.  Sie kann kaum spüren, was sie selber wirklich will. Das führt zur Selbsthemmung, zu verzerrter Selbstwahrnehmung.

Steht Vera zu den Zielen, die sie verfolgt? Entsprechen ihre Ziele ihren Bedürfnissen? Wie führt sie sich? Wie bewältigt sie ihren Alltag?

Die Selbstbestimmung ist die Fähigkeit, sich selbst beruhigen und die Stimmung (Affekte) regulieren zu können, um mit sich selbst und eigenen Bedürfnissen in Kontakt zu sein (Selbstkongruenz).

Wenn der Zugang zu unserem #Selbst abhanden kommt, sind wir anfällig, fremde Ziele und Wünsche… Klick um zu Tweeten Wir sind nicht mehr der Kapitän unseres Schiffes und werden fremdgesteuert, ohne dass es uns bewusst ist.

Nicht nur das! Es könnte auch sein, dass wir uns von Erwartungen leiten lassen, dass wir schwer NEIN sagen, uns kaum abgrenzen können. Noch mehr: die Motivation und Energie fehlt, wir spüren Unlust bei unseren Vorhaben / Aufgaben, haben keine Freude mehr. Vielleicht fühlen wir uns sogar überfordert, lustlos und hilflos mit hoher Erregung.

Führe oder kotzen

Fehlende Selbstbestimmung lässt Fremdbestimmung zu :

➡  Entfremdung von eigenen Bedürfnissen, Interessen

➡ Das kann zu körperlichen Beschwerden und psychischen Erkrankungen wie Burnout und Depressionen führen.

„Es kotzt mich an!“

2. positive Selbstmotivierung

Warum positive Selbstmotivierung? Es gibt Menschen, die sich aus Angst vor negativen Ergebnissen motivieren, ihre Ziele zu verfolgen. Zum Beispiel wenn ich die Steuererklärung nicht rechtzeitig mache, habe ich dann Probleme mit dem Finanzamt. Oder, wenn ich nicht meine Arbeit fertig bekomme, kriege ich Ärger mit dem Chef. Oder, wenn ich nicht mit dem Rauchen aufhöre, würde ich Lungenkrebs bekommen. Also, sie zwingen sich, ihre Absichten umzusetzen.

Wie schafft Vera, die eigene Stimmung zu beeinflussen, um handlungsfähig zu bleiben? Sich bei schwierigen oder langfristigen Zielen / Absichten bei Laune zu halten? Wie gut gelingt es ihr, auch unangenehmen Dingen etwas Positives abzugewinnen? Kann sie sich selbst Mut machen?

Die Grafik zeigt sehr niedrigen Wert bei Selbstmotivierung (Ca. 30).

Das kann damit zu tun haben, dass das, was sie tut, nicht mit ihren Bedürfnissen übereinstimmt. Oder, vielleicht hat sie Angst vor Misserfolg und Enttäuschungen und schiebt ihre Vorhaben auf, usw.

3. Selbstberuhigung

Die Selbstberuhigung ist die Fähigkeit, negative Erlebnisse auszuhalten, zu integrieren und sich nicht von Unsicherheit, und Angst überfluten zu lassen. Zum Beispiel Misserfolg zu erleben, ist stressig. Wenn ich es aber schaffe, ruhig zu bleiben und gelassen damit umzugehen, kann ich meine Fehler erkennen und daraus lernen.

Führe dich-Stressbewältigung

 

➡ Stressbewältigung anstatt an die Decke zu gehen

➡ Dopamin anstatt Adrenalin

 

Wie gut gelingt es Vera, ihre innere Anspannung und Nervosität gezielt abzubauen?

Hausaufgabe für Vera:

Absolute Priorität: Als erstes lernt sie, sich zu entspannen. Du kannst viele Übungen zur Gelassenheit hier lesen: Stress-einfach-abbauen

Die zweite Übungsmöglichkeit ist der „Selbstausdruck“. Sie lernt, eigene Gefühle und Meinungen wichtig zu nehmen und sie in Alltagssituationen auszudrücken. Die Form des Selbstausdrucks muss auch gelernt sein – gewaltfreie Kommunikation :-).

Also, sie lernt, sich selbst zu beruhigen, um eigene Bedürfnisse wahrnehmen zu können und diese auch auszudrücken. Sie hat sich ein schönes Tagebuch besorgt und schreibt jeden Tag ihre Erlebnisse, Gedanken, Gefühle und Wünsche auf. Weiterhin übt sie, eine gute Sammlerin oder Jägerin zu werden => Training der Fähigkeit, in Negativen etwas Positives zu gewinnen.

Ja, ich arbeite mit Hausaufgaben / Experimenten 🙂 – nachdem Motto „Übung macht den Meister.“

„Unser Gehirn wird so geformt, wie wir es benutzen.“ Gerald Hüther

Selbststeuerungs-Kompetenzen helfen dir, schwierigen Situationen nicht einfach ausgeliefert zu sein. Du kannst aus deiner eigenen Kraft etwas daran ändern. Du hast die Fähigkeit, selbstbestimmt und motiviert deine Ziele zu erreichen. Die Voraussetzung dafür ist, dass deine Ziele deinen Bedürfnissen entsprechen, in Übereinstimmung mit deinem Unbewussten sind. Nur dann haben deine Ziele eine Chance, realisiert zu werden.

Es geht weiter in Teil 3.

Schreibe mir deine Gedanken oder deine Fragen! Das freut mich.

Herzlichst

Soheila

Selbstmanagement Teil 1

 

Autor:

Am eigenen SELBST zu arbeiten, trägt lebenslang Früchte. Ich bin 1953 in Teheran/Iran geboren und lebe seit 1984 in Deutschland. Mein Leben hat mich gelehrt, dass jegliche wirksame und nachhaltige Veränderung bei einem SELBST beginnt. Egal, wo ich mich befinde – in welcher Situation, mit wem, ob beruflich oder privat, ob in der Liebe oder anderen Beziehungen.

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