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Innerer Kritiker gehört zu mir – Selbstbewusstsein – Teil 2

Kritiker oder die kritische Stimme in uns

Im Teil 1 des Artikels habe ich geschrieben, dass innerer Kritiker zu unserer gesammelten Lebenserfahrung gehört, die in unserem Unbewussten abgespeichert ist.

Wer steht uns im Wege, erfüllt und glücklich zu sein?

Ist er, der innere Kritiker, der Saboteur, nicht ein Teil von uns?

Der innere Kritiker ist nicht unser Feind, so wie einst unsere Eltern es auch nicht sind oder waren. Wie unsere Eltern, will der innere Kritiker auch, dass es uns gut geht, dass wir keinen Fehler machen und keinen Schaden bekommen.

Die Eltern wollten unser Bestes.

Sie kritisierten und bestraften alles, womit sie unzufrieden waren, was ihrer Meinung nach nicht richtig war.

Nebenbei und sehr wichtig: Eine gut gemeinte Strafe mancher Eltern ist der Liebesentzug!!! Wer kennt das?

Wir haben als Kind die Handlungen / Meinungen unserer Eltern so gedeutet: Ich bin nicht …

  • … gut genug! … liebenswert! … ganz in Ordnung!
  • … gut / groß / fleißig / attraktiv / klug wie X und Y

Wie so oft ist „gut gemeint“ nicht immer „gut gemacht“. So ist es auch mit dem inneren Kritiker. Auch er will in unserem Sinne handeln und erteilt viele Verbote und selten Gebote.

Nun sind wir Erwachsene und haben verinnerlichte Eltern als den inneren Kritiker, als eine innere Stimme oder ein inneres Teammitglied, das uns fertig macht und uns das Leben unnötig erschwert. Er kommt nie alleine. Er rüttelt manch andere Teammitglieder wach, die ängstlich sind und sich klein, wertlos fühlen.

Im Teil 2 des Artikels „Innerer Kritiker gehört zu mir – Selbstbewusstsein“ geht es um den gesunden Umgang mit dem inneren Kritiker.

Wir wissen nun, wenn der innere Kritiker laut wird und schlimme Dinge zu uns sagt, ist es von ihm gut gemeint.

Innerer KritikerWenn er – unser Beschützer –  nur wüsste: wie

  • sein ständiges Kritisieren uns entmutigt
  • seine diktatorische und besserwisserische Art großen Schaden anrichtet, wie zum Beispiel von Selbstzweifel, dem Gefühl der Minderwertigkeit bis zur Depressionen!!!!!!!!!

Er weiß es wirklich nicht. Er hat gute Absichten.

Als Erwachsene sind wir nun dafür verantwortlich, seine Ängste zu nehmen, ihn zu verstehen und zu unserem Verbündeten zu machen.

Wir nehmen seine Warnungen „Nein, du musst … /du sollst …“  als ein Zeichen dafür, dass er

  • beunruhigt ist,
  • Angst vor Fehler, Misserfolg und Strafe hat,
  • unsere Aufmerksamkeit braucht,
  • Sicherheit, Zuwendung und Zuspruch braucht.

 

Gelingt es uns, das Vertrauen unseres inneren Kritikers zu gewinnen, haben wir dann seine immense Kraft in unserem Dienst. Noch mehr: Wir haben innere Ruhe, Gelassenheit und Zufriedenheit mit starkem Selbstwertgefühl.

Wir sind eins mit uns selbst (Einheit) und das ist pure Selbstliebe.

 

Ich lade dich ein, 2 hilfreiche Tipps auszuprobieren!

Sie ermöglichen,

  1. vom Grübeln ins Handeln zu kommen,
  2. den inneren Kritiker zu entmachten und
  3. ihn zu unserem Verbündeten zu machen
  4. unser Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu bewahren

➡ Tipp 1: besteht aus 3 Schritten:

Schritt 1: Entscheidung treffen

Entscheiden wir uns ab heute, den 13.03.2017, mit unserem inneren Kritiker Freundschaft zu schließen. Entscheidungen haben wie die Ziele magische Kraft und geben unseren Handlungen Richtung: Innere Haltung / Einstellung

Schritt 2: Gewahrsein

Achtsam wahrnehmen und notieren, wann, wo, in welchen Situationen, mit welchen Personen und bei welchen Handlungen mein innerer Kritiker wachgerüttelt oder aktiv wird.

Schritt 3: Wenn-Dann-Pläne …

… für liebevollen Umgang mit dem inneren Team überhaupt und mit dem inneren Kritiker vor allem. Wir haben Einfluss auf  unser Denken, Fühlen und Handeln.

Wir planen effektive Strategien, um den inneren Kritiker zu zähmen. Das ist besonders gut für innere Gelassenheit, Zufriedenheit und  für ein gutes Selbstwertgefühl + Selbstvertrauen

Zwei Situationen wählen wir, in denen der innere Kritiker sich meldet. Am Anfang der Übung achten wir bei der Auswahl der Situationen auf einen angemessenen Schwierigkeitsgrad.

Also, zum Üben, zwei Situationen mit geringem Schwierigkeitsgrad wählen, damit wir sicher Erfolge erzielen können!

Ein Beispiel für Situation 1:

Wenn … beim Ausprobieren neuer Ideen mein innerer Kritiker sagt: Das ist eine Nummer zu groß für dich …“ und  anfängt,

  • mir Angst zu machen,
  • Perfektion von mir zu verlangen
  • mich zu kritisieren
  • mich zu entmutigen … usw.

dann … halte ich inne, atme tief ein -> nicht mal die Roboter sind perfekt! Ich frage ihn dann: Was könnte uns im schlimmsten Fall passieren? (katastrophisieren, auf persisch = Was ist dunkler als Schwarz? 🙂 Kein Risiko, kein Gewinn! Dann bitte ich ihn, ruhig zu bleiben und sich auf mich zu verlassen.

Ob er wirklich aufhört, zu nörgeln, steht am Anfang in den Sternen. Doch, Übung macht den Meister.

Im gut geübten Selbstgespräch zeigen wir dem inneren Kritiker, dass wir

  • das Sagen haben,
  • die Regie führen und
  • als gute Führungskraft, Durchhaltevermögen und starke Willenskraft haben

In gut geübter Selbstkommunikation zeigen wir ihm seinen Platz

… und dass er

  • nur ein Teil der multiplen Persönlichkeit (Persönlichkeitsteile) ist, nur ein Mitglied im Team ist. Nicht mehr und nicht weniger :-),
  • demnächst nur einen einzigen Weg gehen kann, nämlich mit uns unseren Weg!

So gesehen erziehen wir ihn neu oder liefern ihm neue Erfahrungen. Mit der Zeit gewinnen wir sein Vertrauen, ihm wird bewusst, dass wir doch gut genug sind, ihn annehmen und er keine Angst mehr haben soll.

Ach ja, Lob nicht vergessen! Innerer Kritiker soll merken, dass er zu uns gehört und wir ihn lieb gewinnen wollen 🙂

➡ Tipp 2: Innere Teamsitzung: Gewaltfreie Kommunikation

Erinnerung: Innerer Kritiker ist das innere verwundete Teammitglied. Wir wollen ihn beruhigen, seinen Schmerz lindern und ihn heilen.

Geben Wir dem inneren Kritiker einen Namen, den wir mögen. Ich nenne ihn Albert und lade ihn zu einem Gespräch unter 4 Augen ein.

Unser Dialog:

Ich: Du, Albert, ich weiß, dass du um mich besorgt bist, mein Bestes willst und mich vor Fehlern schützen willst. Du gehörst zu meinem inneren Team und ich will, dass wir wohlwollend zusammenarbeiten.

Albert: Du, Soheila, denk doch mal nach, ohne mich bist du verloren. Du bist klein, bist blöd, nicht gut genug und hast nur zwei linke Hände. Wenn ich nicht aufpasse, machst du Fehler ohne Ende.

Ich: Oh, Albert, damals, als du all die schlimme Dinge gehört und verinnerlicht hast, hat es dir bestimmt sehr weh getan. Es tut mir unendlich leid. Ich war damals ein Kind und konnte dich nicht schützen. Nun bin ich aufgewachsen, habe als Teamleiter die Verantwortung für dich und anderen Team-Mitglieder. Du brauchst keine Angst mehr vor Fehler und Strafe zu haben, du musst nicht mehr perfekt sein. Wenn du so weiter machen würdest wie bisher, hat schlechte / vernichtende Auswirkung auf das Team und auf mich. Das entmutigt und verunsichert uns, haben kein Selbstvertrauen mehr, fühlen wir uns klein und minderwertig, wenn wir motiviert voller Begeisterung einer Idee folgen wollen und du stößt uns ständig deine Ellenbogen in die Seite und sagst, pass auf, das kann schief gehen!!!!!!!!!!

Albert: Oh, Soheila, was würde aus dir und deinem Team, wenn ich euch nicht mehr warnen darf?

Kurz zum Selbstdialog, Gespräch mit dem inneren Kritiker:

Ich: Mein lieber Albert, ich, die Leiterin des inneren Teams, habe eine Entscheidung in Übereinstimmung mit anderen Team-Mitgliedern getroffen, die du zu befolgen hast. Wir schließen einen Vertrage, da wir alle in Frieden miteinander wohlwollend leben wollen. Ich weiß, wie es für dich schwierig ist, dich an den Vertrag zu halten und die unerwünschten Gewohnheiten zu ändern. Ich helfe dir und du wirst sehen, dass es nur besser werden kann 🙂

Lieber Albert, du brauchst Erinnerungshilfen, die dich bei der Veränderung unterstützen: zum Beispiel

Erinnerungshilfe 1:

Eine gelbe und rote Karte bei Sabotage, bei negativen, beleidigenden und besserwisserischen Äußerungen

 

Erinnerungshilfe 2:

Stopp-Schild zum Innehalten / Schweigen

 

Erinnerungshilfe 3:

Ein schönes Bild, das dir zeigt, wie schön es ist, gelassen dir Vertrauen zu schenken

 

Erinnerungshilfe 4:

Einen Duft, den du so magst

 

Erinnerungshilfe 5:

Umarmung 4 Mal am Tag 🙂 als Dankeschön! Bei jeder Umarmung erinnerst du dich daran, mir Vertrauen zu schenken und mit Mut zu machen statt mir vorzuwerfen.

 

 

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In Liebe mit besten Wünschen

Soheila

Er gehört zu mir – Selbstbewusstsein – Teil 1

Autor:

Am eigenen SELBST zu arbeiten, trägt lebenslang Früchte. Ich bin 1953 in Teheran/Iran geboren und lebe seit 1984 in Deutschland. Mein Leben hat mich gelehrt, dass jegliche wirksame und nachhaltige Veränderung bei einem SELBST beginnt. Egal, wo ich mich befinde – in welcher Situation, mit wem, ob beruflich oder privat, ob in der Liebe oder anderen Beziehungen.

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