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Selbstkontrolle – Führe dein Selbst! Teil 3

Selbstkontrolle ist ein Aspekt der Selbststeuerung.

Selbstkontrolle ist diktatorische Form der Selbststeuerung.

Worum geht es bei Selbstkontrolle?

 

Es geht um die ziel- und erfolgsorientierten Handlungen. Hier brauchen wir das analytische Denken und die strategische Handlungsplanung, um unsere selbstgewählte Ziele zu erreichen – auch die Fähigkeit, auf unsere Wünsche und Bedürfnisse kurzzeitig zu verzichten, da sie die Zielerreichung hindern können.

Selbstkontrolle

Die Selbstkontrolle ist eine diktatorische Form der Selbststeuerung.

Um Ziele zu erreichen, müssen wir kurzfristig auf unsere Bedürfnisse verzichten (innere Diktatur).

Beispiel:

Für die Steuererklärung habe ich wenige Tage Zeit. Ich habe geplant, wie viel Zeit für welche Aufgaben nötig sind.

Die Sonne scheint herrlich, die Düfte des Frühlings und auch die tollen Angebote: Essen gehen, Radtour, Tanz-Party … Oh oh! Ich halte inne, um nicht spontan JA zu sagen. Klar, ich hätte so gerne mit lieben Freunden etwas Schönes erleben wollen.

Das gefällt meinem Lumly (dem Unbewussten) natürlich nicht. Er versucht, seinen Verbündeten (den Schweinehund) vorzuschicken. Mir fehlt erst mal die intrinsische Motivation.

Halt! Ich will die Unterlagen für den Steuerberater endlich fertig machen. Ich kann später auch etwas mit Freunden unternehmen.

Meine Aufgabe ist nun, den ersten Impuls (Freude mit Freunden)  zu stoppen, zu kontrollieren, Inne zu halten, um die Ablenkungen abschirmen zu können. Nun habe ich erst natürlich keine gute Laune (Motivation) und keinen Bock auf die Quittungen. Um mich selbst zu motivieren und Energie zum Handeln aufzutanken, brauche ich die freudige Vorstellung des Ergebnisses, das mich durch Erledigung dieser Aufgaben erwartet 🙂

Selbstkontrolle-1

Achtung:

Unterdrückung der eigenen Wünsche und Bedürfnisse können wir nur kurzfristig.

Die langfristige Unterordnung der Bedürfnisse kann

  • Stress verursachen,
  • Energie rauben
  • psychische Störungen wie Depressionen, Burnout und körperliche Beschwerden hervorrufen.

Komponenten der Selbstkontrolle (Selbstdisziplin):

➡ Kognitive Selbstkontrolle: Planungsfähigkeit

Wie gut gelingt es mir, planvoll und strukturiert an schwierigen Aufgaben und Ziele heranzugehen?

Diese Skala erfasst, ob wir unsere Ziele erfolgsorientiert verfolgen (Selbstverpflichtung / Commitment), ob wir unsere Handlungen in Teilschritte überlegen können, um Probleme und Schwierigkeiten zu erkennen und nach Lösungen zu suchen.

➡ Affektive Selbstkontrolle:

Kann ich auch unangenehme, schwierige Dinge anpacken, ohne mich selbst allzu sehr unter Druck zu setzen? Neige ich zu Aufschieberitis?

Bei affektiver Selbstkontrolle geht es um (oft unbewusste) Angst vor Misserfolg und den Versuch, ihn zu vermeiden. Die Handlungen und das Verhalten werden geleitet von:

  • Fokus auf negative Konsequenzen unserer Handlungen
  • Konzentration auf die Misserfolgs-Vermeidung (negative innere Haltung).

Wir sprechen hier von ängstlicher Selbstmotivierung. Das bedeutet, die Angst vor negativen Konsequenzen motiviert zum Handeln. Sich unter Druck setzen: „Ich-Muss-Mechanismus“. Negative Gefühlen (Affekte) sperren aber den Zugang zu unserem Selbst, zu unseren Erfahrungen und Fähigkeiten. Unter Stress fällt uns keine kreativen Lösungsmöglichkeiten ein.
Menschen, die nicht stressresistent sind, die nicht negative Gefühle der Unsicherheiten aushalten können, setzen sich keine Ziele.

Vera (das Beispiel im Teil 2) hat einen guten Wert bei Planungsfähigkeit, und sehr niedrigen Wert bei „Angstfreier Zielorientierung“. Sie gerät bei schwierigen Aufgaben unter Druck und überlegt keine Handlungsstrategie. Sie ist gestresst, ihr fehlt die Gelassenheit. Sie hat keinen Zugang mehr zu ihrem Selbst, zu ihrer Kreativität. Sie soll lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen. Negative und positive Gefühle zu regulieren. Sie lernt, die negativen Gefühle auszuhalten. Das führt zu ihrem Selbstwachstum.

Selbstkontrolle

Tipps für die „Angstfreie Zielorientierung“, Selbstdisziplin & Misserfolgsbewältigung

➡ Tipp Nr. 1: Systemische Verschlimmerungsfragen:

Ich frage, was Vera selber tun könnte, damit der Misserfolg mit Sicherheit eintreten kann. Was könnten andere zu ihrem Misserfolg beitragen?
Mein persisches Motto „Über schwarze Farbe gibt es keine andere Farbe“ hilft mir immer. Das passt – sinngemäß – sehr gut zu Katastrophen-Gedanken: Was kann bei Fehlern, Nicht-Zielerreichung schlimmes passieren? Oder bei falschen Entscheidungen?

➡ Tipp Nr. 2: Wenn-Dann-Pläne nach dem (Zürcher Ressourcen Modell(ZRM®):

Ich schlage Vera vor, ein Bild aus meiner Bilderkartei auszuwählen, um herauszufinden, was ihr Lumly braucht.

Ja, Lumly versteht die Bildersprache. Mit einem positiven Bild kann Vera Maßnahmen gegen ihren Stress und Aufschieberitis planen.

Vera wählte  ein schönes Bild: eine Frau auf dem Gipfel eines Berges. Aus Ideen über ihr Bild baut sie einen Motto-Satz (Haltungsziel).

Vera listet auf:

  • die schwierigen Situationen,
  • ihre Gedanken über diese Situationen und
  • Gefühle, die durch ihre Gedanken erzeugt sind.

Wir erarbeiten Situationen und Themen, die ihr Angst machen. Vera entwickelt einen konkreten Plan für verschiedene Situationen und deren Tücken: Wenn X auftritt, dann mache ich Y.

Wenn-Dann-Pläne sind wie die Schule für Lumly. Du kannst deinen Lumly so lange auf dem Weg zur Schule an die Hand nehmen (bewusste Handlung & Planung) bis er selbst den Weg alleine gehen kann (automatische Durchführung des Gelernten = vom Trampelpfad zur Autobahn).Bei diesem Vorgang ist es besonders wichtig, auf Körpergefühle und Emotionen (somatische Marker) zu achten. Klar, wir brauchen Lumly-Kommentare 🙂

Möchtest du herausfinden, welche Selbstmanagement-Kompetenzen bei dir gut ausgeprägt sind und welche Entwicklungspotenziale vorhanden sind? Kontaktiere mich einfach!

Hast du Fragen? Schreib deine Gedanken! Das freut mich.

Herzlichst

Soheila

Führe dein Selbst – Selbstmanagement Teil 2

Führe dein SELBST! Selbstmanagement Teil 1

Autor:

Am eigenen SELBST zu arbeiten, trägt lebenslang Früchte. Ich bin 1953 in Teheran/Iran geboren und lebe seit 1984 in Deutschland. Mein Leben hat mich gelehrt, dass jegliche wirksame und nachhaltige Veränderung bei einem SELBST beginnt. Egal, wo ich mich befinde – in welcher Situation, mit wem, ob beruflich oder privat, ob in der Liebe oder anderen Beziehungen.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Soheila,
    was es nicht alles gibt … nur ein kleines feedback:
    Deinen letzten Beitrag hier auf xing hast du zu einem Thema gepostet, mit dem ich mich am letzten Wochenende bei herrlichstem Sonnenschein begnügen durfte – die Zusammenstellung meines Ordners für die Jahressteuerabrechnung. Ich musste schmunzeln, als ich deine Zeilen dazu las.
    Nachher muss ich noch einmal in die Praxis, aber das Ende des Steuer-Themas 2015 naht – wie wunderbar!
    Kleine Belohnungen waren für mich: ich konnte schon Sonntagabend früher schlafen gehen und gestern habe ich einen kleinen Radausflug machen können, bei dem ich vor lauter Freude vor dem bald Geschafften fast durch die Landschaft geflogen bin – im Sinne von „freier atmen“ – herrlich!
    In diesem Sinne mit liebem Gruß, Cordula Petzold

    Antworten

    • Liebe Cordula,
      vielen Dank für deinen schönen Kommentar!
      Ach wie schön die Belohnung – durch die Landschaft zu fliegen 🙂 Klasse!
      So ist es mit dem Lumly, wenn seinen Fleiß gewürdigt erlebt.

      Dein Erfolgserlebnis gehört zum Erfolgsbuch (Tagebuch).

      Lieben Gruß
      Soheila

      Antworten

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