Hat Dein Selbst Stress, schmerzt Dein Körper-Teil 1

Das Selbst ist im Körper Zuhause. Körper und Seele sind eng und innig miteinander verbunden.

Es ist wunderbar und lebensbejahend, dass unser Körper die Fähigkeit hat, auf Stresssituationen blitzschnell zu reagieren.

Was aber, wenn keine wirkliche Gefahr und Bedrohung besteht?

Hat dein Selbst Stress, schmerzt dein Körper

„Geh Du vor“, sagte die Seele zum Körper, „auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf Dich.“ „Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben“, sagte der Körper zur Seele.“

Ulrich Schaffer

Hat das Selbst (Lumly) Stress, schmerzt der Körper.

Schmerz ist immer ein Warnsignal, das uns sagt, irgendetwas stimmt nicht.

Der griechische Dichter Homer nannte den akuten Schmerz den
„bellenden Wachhund der Gesundheit“.

Schmerz kann viele Ursachen haben. Hier geht es allgemein um Lumly-Schmerzen.

Wir nehmen rein körperliche Beschwerden einfacher wahr und gehen zum Arzt.

Für seelische Schmerzen gehen wir aber selten zum Arzt, da wir sie oft meisterhaft verdrängen, oder kurzweilig mit Hilfe von Beruhigungsmitteln betäuben können 🙁

Wenn wir unsere unangenehmen Gefühle unterdrücken oder verdrängen, weil wir uns damit nicht konfrontieren wollen, oder weil sie uns vielleicht weh tun, dann drückt die Seele diese unterdrückten Gefühle durch den Körper aus. Psychosomatik: Psyche + Soma (Körper)

Fast jede Erkrankung ist der Ausdruck und Botschaft der Seele, die uns warnt, dass sich etwas in unserem Leben ändern sollen.

In diesem Sinne ist der (akute) Schmerz unser Freund. Er warnt uns, wenn Gewebe in unserem Körper stark gereizt sind.

Beispiel: Du fasst mit deiner Hand auf eine Herdplatte, was wirst du oder musst du tun?

Der Schmerz signalisiert umgehend, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Er bittet dich, dafür zu sorgen, das in Ordnung zu bringen. Und wenn du das ignorierst, wird das schlimmer, nämlich chronisch.

Nicht vergessen: Der Körper ist das Medium und Spiegel der Seele.

Wenn der Körper weh tut (abgesehen von wirklicher körperlichen Verletzungen), schickt uns die Seele eine Botschaft, dass es ihr nicht gut geht.

Man könnte meinen: Die Seele hat Stress, das Gehirn schüttelt dann Hormone wie z.B. Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin & Co aus, die Schmerzen im Körper verursachen (unterschiedliche Körperbeschwerden wie Muskelanspannung…).

Welche Möglichkeiten haben wir bei akutem körperlichem Schmerz?

Wir können

  • ihn ignorieren
  •  Beruhigungstablette nehmen und das Signal abwürgen
  • auf das Warnsignal hören und herausfinden, womit er zu tun haben könnte und nach Lösungen suchen

Welche Möglichkeiten wir in Betracht ziehen, hat damit zu tun, wie unsere Persönlichkeit, unser Selbst gestrickt ist:

  • Wer bin ich? Was kann ich? Kenne ich mein wahres Selbst?
  • Wie nehme ich mich selbst wahr (Selbstbild)?
  • Wie will ich sein? Mag ich mein Selbst? Komme ich mit ihm gut aus?

Der größte Feind oder Freund für jeden Menschen ist seine eigene Denkweise.

Wir kennen uns überwiegend aus Sicht der Bezugspersonen und anderen nahstehenden Personen. Viele von uns haben ein ungutes, verzerrtes Selbstbild.

Angenommen, wir würden glauben, nicht gut genug zu sein!

Diese negative Haltung zu unserem Selbst tut uns natürlich weh. Das aktiviert bestimmte Regionen im unserem Gehirn. Die Verstimmung oder negativen Emotionen melden sich. Das Gehirn bekommt die Meldung: Aha, Stress, und schüttet u. a. den Botenstoff Adrenalin aus., der in unseren Körper fließt.

Durch Botenstoffe verständigen sich Zellen, Gewebe und Organe des Körpers untereinander.

Was geschieht jetzt im Körper?

  • Der Puls wird beschleunigt
  • Der Blutdruck ist gesteigert
  • Die Bronchien und die Pupillen werden erweitert
  • Der Körper verbraucht mehr Sauerstoff
  • Unruhe und Angst werden ausgelöst

Gedanken, Körper und Emotionen / Gefühle stehen in Wechselwirkung zueinander.

Sind wir uns selbst ein guter Freund, werden wir achtsam und aufmerksam mit uns umgehen.

Es kann Momente geben, in denen wir doch nicht imstande sind, positive Gefühle zu erzeugen.

Wir können unseren Körper als unsere große Ressource einsetzen, um unsere Verstimmung zu verbessern. Das können wir lernen und trainieren.

Fördern wir gezielt und bewusst die Ausschüttung von Botenstoffen

… und steuern sie so wie die Berufs-Schauspieler 🙂

Schauspieler lernen auf Kommando zu weinen oder zu lachen. Beim Weinen müssen sie an ein schreckliches Ereignis in ihrem Leben denken. Beim Lachen an die Zeit Ihrer Verliebtheit.

Das heißt, wir können vieles bei uns selbst bewusst bewirken. Und unser Selbstvertrauen seigt durch das Selbstwirksamkeitserleben.

Zur Erinnerung: Lumly ist im Körper Zuhause.

Hat der mächtige Lumly (das Selbst) Stress, gibt er durch den Körper Signale: Alarm Alarm.

Der Körper spürt Schmerz und läutet Alarmglocke: Achtung, irgendwas läuft schief!

Beim Arzt findet er keine organischen Ursachen. Was dann?

Hat das Selbst Stress, schmerzt der Körper

„Schmerz, der nicht spricht, bricht das Herz und macht es brechen.“

Shakespeare

Was stresst den Lumly (dem Selbst) und fügt dem Körper Schmerzen zu?

Der größte Feind oder Freund für jeden Menschen ist seine eigene Denkweise.

Wir kennen unser wahres Selbst nicht wirklich.

Vielleicht haben wir auch veraltete, nie hinterfragte Erwartungen und Vorstellungen. Das raubt den Überblick und die Orientierung.

Stell dir mal vor, wie mächtig das Unbewusste (95% unseres Gehirns) den Zustand unseres Körpers bestimmt. Und das tut es besonders im Hier und Jetzt.

Der Körper ist der Ort der Emotionen. Unsere Gesundheit ist davon abhängig, wie wir unseren Körper und Körpergefühle  wahrnehmen.

Unsere Denk- und Verhaltensmuster sind teilweise extrem kritisch und verursachen Stress.

Gedanken erzeugen Gefühle. Gefühle bestimmen das Verhalten, die Handlungen.

„Gefühle sind Steuermänner des menschlichen Daseins“. Lutz Jäncke

Die Psyche ist immer in einen Körper eingebettet. Denken, Fühlen und Körper beeinflussen sich gegenseitig.

(Fortsetzung folgt!)

 

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Herzlichst mit besten Wünschen für dich

Soheila