Kommunikation-Partner & Stress? Was tun? Teil 2

Gute Kommunikation ist ein sehr wichtiger Bestandteil einer glücklichen Partnerschaft.

Kommunikation in Beziehungen – vor allem in der Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen.

Kommunikation - Partnerschaft - Beziehung

Was passiert bei der Kommunikation?

Warum scheitert die Kommunikation in der Partnerschaft zu oft? 

Partner haben unterschiedliche Lebenserfahrungen (Geschichten) und Persönlichkeiten, Denk- und Verhaltensmuster, Bedürfnisse, Werte, Überzeugungen, Einstellungen, Emotionen, Motive.

Motive sind Beweggründe für das Verhalten. Sie sind treibende Kraft und bestimmen die Handlungen. Das ist die Macht des Unbewussten, die uns leitet.

Das Unbewusste bildet sich schon ab der 4.-5. Woche im Mutterleib und fängt an, Erfahrungen mit Bewertungen (positiv wie negativ) im Selbst abzuspeichern.

Welche Persönlichkeit und Lebenserfahrungen bringen die Partner mit in ihrer Partnerschaft?

Hier ist dein Vorstellungsvermögen gefragt:

Stell dir vor, jede Erfahrung wäre ein inneres Kind. Manche nennen es ein inneres Team-Mitglied, ein inneres Familien-Mitglied, eine innere Stimme oder einen Persönlichkeitsanteil.

Wie viele innere Kinder (innere Team-Mitglieder) hast du?

Unzählbare!

Jedes innere Kind hat eine bestimmte Erfahrung in einer bestimmten Situation mit einer bestimmten Person oder mit einem bestimmten Ereignis. Seine Erfahrung ist entweder gut und freudig oder negativ und schmerzhaft.

Die inneren Kinder unterscheiden sich in ihren einzelnen Erfahrungen und bekämpfen sich manchmal sogar gegenseitig.

 

Schulz von Thun spricht von Polarität des inneren Teams Video Teil 1: Der Mensch …

„Der Mensch ist mit sich selber nicht immer ein Herz und eine Seele. Es ist gar nicht so leicht, mit dieser inneren Pluralität fertig zu werden, mit diesem inneren Durcheinander und Gegeneinander.“ Schulz von Thun

Viele Seelen wohnen, ach, in unserer Brust. Sie zanken fortwährend miteinander. Jedes Kind kämpft um seine Existenzberechtigung, um die Erfüllung seiner Bedürfnisse.

Wann melden sich die inneren Team-Mitglieder zum Wort?

Manche Situationen, Worte und Ereignisse kommen uns bekannt vor – wie ein Déjà-vu-Erlebnis. Sie erinnern uns vielleicht an ähnliche Situationen in der Vergangenheit, die die alten Erinnerungen wachrütteln. Wir nehmen diese Erinnerungen erst als unbestimmte Emotionen wahr.

Erinnerung: Ca. 95 % unseres Gehirns arbeitet UNBEWUSST!
Im unbewussten System werden Emotionen und Triebe verarbeitet. Der Verstand (bewusster Teil) macht lediglich ca. 5 % aus. Das ist die Macht des Unbewussten, die unser Verhalten und unsere Handlungen lenkt.

Wie gehst du mit deinem inneren Team um? Weißt du wirklich, wer du bist, was deine Persönlichkeit ausmacht?

Das innere Team braucht eine kompetente Führungskraft, die ihre Team-Mitglieder kennt und in der Lage ist, unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse und Kompetenzen der Team-Mitglieder unter einen Hut zu bringen. Nur so können alle harmonisch zusammenleben, miteinander kommunizieren und arbeiten, anstatt gegeneinander zu kämpfen.

Das innere Team besteht aus starken Team-Mitgliedern mit positiven Erfahrungen und aus bedürftigen Team-Mitgliedern mit negativen Erfahrungen.

Wie bei real existierenden Teams entwickelt jedes Team-Mitglied eine Überlebensstrategie. So formen sich Denk-, Verhaltens- und Handlungsmuster.

Betrachten wir nun die Kommunikation in Beziehungen:

Jeder Partner hat seine eigenen Lebenserfahrungen, Motive, Beziehungsmuster und Glaubenssätze. So wie jeder Partner in einer Paarbeziehung mit seinem eigenen Selbst, mit seinen inneren Team-Mitgliedern umgeht und bestimmte Erwartungen an sich selbst hat, so geht er mit dem anderen um und hat bestimmte Erwartungen an seinem Partner. Oft fühlt er sich besonders von vergangenen negativen Erlebnissen und schlechten Gefühlen überrollt.

  • Ist jeder Partner eine kompetente Führungskraft für sein eigenes innere Team?
  • Ist er in der Lage, ein gutes Klima und ein harmonisches Zusammenleben seines inneren Teams zu schaffen?

Kommunikation

Eine gute Führungskraft leitet gekonnt den Austausch und die Kommunikation zwischen seinen inneren Team-Mitgliedern (Selbstgespräch in Begleitung der Kompetenzen zum Selbstmanagement). Sie lebt mit ihrem inneren Team, mit ihrem Selbst ein Leben lang.

Das ist ihr innerer Reichtum.

Begegnet eine Führungskraft ihren inneren Kindern liebevoll, steht ihrer Selbstliebe nichts im Weg. Und aus ihrem Selbst heraus gestaltet sie ihre Beziehungen.

Sich selbst näher kennen zu lernen, führt oft zu einigen Überraschungen. Manchmal stoßen wir auf einen wunden Punkt. Hier hilft es, sich selbst liebevoll an die Hand zu nehmen.

Die Kommunikation zwischen Liebespaaren geschieht auf sehr persönlicher intimer Ebene, das innere Team des Paars ist aktiv daran beteiligt.

Das innere Team meldet sich unterschiedlich: verbal, nonverbal – mit Gestik, Mimik, Ton …

Vielen Menschen fällt es schwer, eigene Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen. Selbst wenn das gelingt, kommt es darauf an,  diese so auszudrücken, dass es der Beziehung dient – anstatt sie zu belasten.

Die Unzufriedenheit in der Beziehung ist im Großen und Ganzen die Unzufriedenheit mit dem eigenen Selbst.

  • Kennt jeder Partner sich selbst und seine Motive?
  • Kann er seine Bedürfnisse und Wünsche gut kommunizieren?
  • Hört er auf die Stimmen seiner inneren Team-Mitglieder? Versteht er sich selbst und kann sich verständigen?

Das können nur die Paare, die mit ihren eigenen inneren Team-Mitgliedern in Harmonie leben.

Du hast Einfluss auf dein Liebesglück, auf deine Beziehungen 

Kommunikation   Kommunikation

Was kannst du selbst bewirken?

„Eigenliebe ist der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft.“ Oscar Wild

Einem kannst du dir sicher sein: Du kannst deinen Partner/deine Partnerin nicht ändern. Dich selbst schon!

Jegliche wirksame und nachhaltige Veränderung beginnt bei einem SELBST.

Unser Verhalten und Handeln entsteht aus unserem SELBST heraus. Wir projizieren oft unsere Probleme auf den Partner, anstatt selbst Verantwortung für unsere Gefühle zu übernehmen. Mein Leben und Fachwissen hat mich das gelehrt.

  • Sei dir Selbst ein starkes Fundament und eine gute Freundin – von der Liebe zu dir selbst zur Liebe zu deinem Partner
    und zu anderen.
  • Nimm dein Leben in die eigene Hand und entscheide selbstbestimmt, wie du sein willst, wo du hin willst, was du verändern willst. Zielstrebig folgst du deinem Ziel.
  • Du wirfst den Ballast (hinderliche Denk- und Verhaltensmuster) ab und eignest dir neue Handlungsmuster an.

Die Lösung der Schwierigkeiten in der Partnerschaft liegt in jedem Partner selbst.

Letztendlich geht es um die eigenen Selbstmanagement-Kompetenzen. Das können die Paare trainieren – eigene Potentiale und auch Potentiale der Beziehung zu entfalten (Beziehungsmanagement).

„Hast Du nach innen das Mögliche getan, gestaltet sich das Äußere von selbst.“ Goethe

Gemeinsamkeiten genießen! An Verschiedenartigkeiten kannst du nur wachsen.

  • Erkenne dich selbst mit eigenen Verhaltensmuster, Motiven, Schwächen, Stärken, Beziehungsmuster und Glaubenssätzen
  • Trainiere die Fähigkeit, eigene Emotionen zu regulieren,
  • Lerne, dich selbst zu lieben, wirksamer mit dir umzugehen
  • Entwickle eine Führungskraft für dein eigenes innere Team, löse innere Konflikte selbständig
  • Halte selbstbestimmt Nähe und Distanz in Balance
  • Nimm eigene Bedürfnisse wahr, rede Tacheles
  • Kommuniziere klar über deine Wünsche und Gefühle, ohne Schuldzuweisungen zu erteilen, Vorwürfe zu machen und Machtkampf zu führen
  • Sei ehrlich, offen und bereit, eigenes Bewusstsein zu hinterfragen und dich weiterzuentwickeln,

Nach dem Motto: “Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest” (Buch von Eva-Maria Zurhorst)

Nachtrag: Ein sehr wirksames Training für Würdigung, Dankbarkeit,

Fokus- und Perspektiven-Wechsel:

  • Was läuft gut in deinem Leben und soll so bleiben?
  • Welche Aktivitäten, Hobbies, Menschen … machen dir Freude?
  • Was darf auf keinen Fall verändert werden? Worauf hast du Einfluss?

 

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Herzlichst mit besten Wünschen für dich

Soheila

 

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