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Ändern kannst oder willst du dich nicht?

30. Mai 2019 , zuletzt aktualisiert am

Kannst du dich nicht ändern oder willst du nicht?

Nehmen wir das Wort Ändern unter Lupe.

ändern-verändern

Du kennst das bestimmt, gehört und gelesen:

  • Du sollst dich ändern! Verändere dich, um…
  • Du sollst dich akzeptieren, annehmen, so wie du bist…

Was nun, deine Person ändern oder akzeptieren?

Ich finde das irreführend!

Wie findest du das?

Was hat es mit der Aussage „ändern solltest du dich“ auf sich?

Oh Himmel, wie soll ich meine Person ändern? Womit soll ich anfangen? Wie kann ich aus mir einen neuen Menschen hinbekommen?

Schwupps, noch nicht angefangen aufgeben, gar nicht mehr an Veränderung denken!

Allein schon beim Lesen „ändern solltest du dich“  spüre ich einen Widerstand in mir.

Ich assoziiere damit…

… So wie du bist, bist du nicht in Ordnung/Okay

Das klingt nach Ablehnung und das tut weh. Kein Wunder, so gelingt keine Veränderung.

Kennst du unzufriedene Paare, die kaum den Versuch aufgeben wollen, ihren Partner / ihre Partnerin zu ändern?

„Mein Partner/meine Partnerin muss sich ändern…” 

Wir wollen so gern geliebt werden, so wie wir sind, mit unserer Schatten- und Sonnenseite. Stimmt das?

ändern-Persönlichkeit

Was ist nun mit Veränderungen?

„Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“ Goethe Klick um zu Tweeten

Genau, Veränderungen gehören zum Leben und sie geschehen, ob selbstbestimmt oder fremdbestimmt.

Die Frage ist nur: Welche Veränderungen will ich erreichen?

Ich will und kann nicht, meine Person verändern. Warum?

Laut PSI-Persönlichkeitstheorie von Prof. Dr. Julius Kuhl: „Erstreaktionen kennzeichnen unseren Persönlichkeitsstil und die Art und Weise, wie wir zuerst auf vertraute oder neue Situationen reagieren. Erstreaktionen werden zum Teil genetisch bestimmt (zum Beispiel das Temperament) und sind darüber hinaus durch frühe Lern- und Lebenserfahrungen geprägt. Dieser individuelle Persönlichkeitsstil ändert sich, wenn überhaupt, nur sehr langsam, das heißt durch langfristig angelegte Lern- und Entwicklungsprozesse.“

 

Außerdem, jeder Mensch hat wie ich viele guten Eigenschaften, viele Stärken und Fähigkeiten, die er an sich mag. Ich will auch sie ohne Veränderung beibehalten und weiterentwickeln.

Wohlgemerkt, es geht nicht um Veränderung seiner und meiner gesamter Person, sondern um die Veränderung der Persönlichkeitsteile, die mich hindern, zum gewünschten Zustand in meinem Leben zu gelangen, wie zum Beispiel:

  • Selbstwertgefühl stärken
  • Selbstbild ändern / korrigieren! Das ist für das Selbstwertgefühl entscheidend und bestimmend
  • Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit steigern

Die Wortwahl ist für das Unbewusste bestimmend, entscheidend. Der mächtige Lumly 🙂

Was brauche ich für welche Veränderungen, die ich erreichen will?

Weite Laut PSI-Persönlichkeitstheorie von Prof. Dr. Julius Kuhl:

„Zweitreaktionen sind im Gegenteil zu Erstreaktionen flexibler und daher auch trainierbar, entwickelbar. Die Zweitreaktionen sind vor allem Selbststeuerungsfähigkeiten wie die

  • Selbstkontrolle,
  • Selbstregulation und
  • Fähigkeit, langfristige und schwierige Ziele zu verfolgen (Willensbahnung).

Der wesentliche Unterschied zwischen Erstreaktionen und Zweitreaktionen besteht darin, dass Erstreaktionen stabil sind, während Zweitreaktionen auch in relativ kurzen Zeitfenstern entwickelt oder trainiert werden können.“

Die Kompetenzanalyse eines Klienten zeigt ganz genau, welche Entwicklungsaufgaben vorliegen:

  • am allen wichtigsten: Stress und Druck abbauen
  • Selbstgespür trainieren
  • die Fähigkeit zur Selbstbestimmung, Selbstmotivierung und Selbstberuhigung steigern
  • Aufschieberitis beseitigen und ins Handeln kommen (Willensbahnung)

Kurz zusammengefasst:

Die Ausprägungen von der Kindheit (Erstreaktionen) sind nicht entscheidend für, wie ich sein will, wo ich hin will, sondern die Zweitreaktionen, die Kompetenzen zur Selbststeuerung (zum Selbstmanagement)

Dem Ziel näher gekommen, habe die Veränderungen andere Qualität, haben einen Rahmen und wir können sie Schritt für Schritt ganz gezielt umsetzen.

Die Selbsterkenntnis und das Training der Kompetenzen zum Selbstmanagement  sind der Schlüssel zum Glück, zum Erfolg.

Das ist hilfreich zu wissen, welche Kompetenzen (Entwicklungschancen) du trainieren willst und sollst. Das beschleunigt die Veränderungen enorm .

„Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.“ Deutsches Sprichwort

innere Kinder der Partner-Trainings-Seminar für Paare

Eine gute Beziehung zu dir selbst ist die Basis für eine glückliche Liebesbeziehung!

Die Partnerschaft bietet eine wunderbare Möglichkeit, dem eigenen Selbst weiterzuentwickeln. Die Partner können ihre Selbstwirksamkeit steigern, individuell für die liebevolle Beziehung zu sich selbst und gemeinsam für die ihr Liebesglück. Die Paare können ihre Gemeinsamkeiten genießen und ihre Verschiedenartigkeiten lieben.

Genau die unterschiedlichen Lebenserfahrungen der Partner halten die Beziehung lebendig, wenn die Partner den Umgang damit lernen ➡ Selbsterkenntnis + eine Portion gut trainierten Selbstmanagements

Die Folge: Eine beglückte, beflügelte und erfüllende Beziehung voller Leidenschaft und Lebendigkeit. Die Partner wachsen enger zusammen in ihrer Liebesbeziehung.

„In unserer  seelischen Stabilität sind wir davon abhängig, uns mit gewissen sozialen Gruppen identifizieren zu können. Wir brauchen anderen, um uns selbst zu erkennen, ohne sie können wir uns nicht  erfahren.“ Virginia Satir

 

Herzlich mit besten Wünschen für dich und deine Lieben

Soheila

Bilder: Parissa Khosravi Gilvaei und Pixabay

Autor:

Ich bin Beziehungscoach, helfe dir, mit deinem innersten Wesen in Kontakt zu kommen, deine Muster zu erkennen, eine glückliche Beziehung zu dir selbst und zu deinem Partner zu führen, ohne dich dabei aufzugeben. Eure Beziehung wird von Liebe, Vertrauen, Respekt und Wertschätzung getragen.

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